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Die Geschichte meiner Kaninchen

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Wie alles begann – Whisky und Smoker

Meine Geschichte mit den Kaninchen begann im Jahr 2011. Allerdings hatte ich nicht von Anfang an zehn kleine Fellbälle bei mir.

Eines meiner ersten Kaninchen war Whisky. Damals wusste ich noch nicht besonders viel über die artgerechte Haltung von Kaninchen. Ich dachte zunächst, solange er bei mir im Haus lebt und ich mich viel mit ihm beschäftige, wäre es ausreichend, wenn er alleine bleibt. Auch die zusätzlichen Kosten für ein zweites Kaninchen spielten für mich damals eine Rolle.

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Mit der Zeit wurde mir jedoch bewusst, dass ein Mensch einen Artgenossen nicht ersetzen kann. Egal, wie viel Zeit ich mit Whisky verbrachte – ihm fehlte jemand, mit dem er auf Kaninchenart kommunizieren, spielen und zusammenleben konnte.

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Also bekam Whisky Gesellschaft: Smoker kam zu mir.

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Damit die beiden dauerhaft zusammenleben konnten, wurden beide kastriert. Vor der Kastration war das Zusammenleben allerdings nicht ganz einfach. Whisky wollte dem jüngeren Smoker deutlich machen, dass dies sein Revier war. Er griff ihn dabei nicht wirklich an, sondern dominierte und vertrieb ihn, wenn Smoker ihm zu sehr auf die Nerven ging.

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Nach der Kastration wurden die beiden wieder zusammengeführt. Und von da an waren sie wie ein Herz und eine Seele.

Diese beiden waren der Anfang meiner heutigen Kaninchenhaltung. Damals konnte ich noch nicht ahnen, wie sehr mich die Kaninchen einmal beschäftigen würden und dass aus den ersten beiden Tieren irgendwann meine heutige Kaninchenzucht entstehen würde.​​​

Whiskys Tod und die Zeit danach

Umso schlimmer war es für mich, als Whisky im Jahr 2015 starb. Damit Smoker nicht alleine bleiben musste, holte ich Gin zu mir. So waren Smoker und Gin zunächst wieder zu zweit.

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Leider stellte sich schnell heraus, dass Gin gesundheitliche Probleme hatte. Auch zwischen den beiden Kaninchen funktionierte das Zusammenleben nicht wie erhofft. Smoker begann bereits nach kurzer Zeit, Gin zu verstoßen.

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Da Gin gesundheitlich angeschlagen war, gestaltete sich die Situation zunehmend schwierig. Trotz meiner Bemühungen konnte ich seinen Zustand nicht dauerhaft verbessern

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Mehr über Gin und seine Krankheitsgeschichte habe ich auf der Seite „In Erinnerung“ festgehalten.

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Da mir schnell klar wurde, dass Gin nicht einfach in die bestehende Gruppe integriert werden konnte und Smoker ihn nicht dauerhaft akzeptierte, musste ich nach einer anderen Lösung suchen.

Taka kommt dazu

Da mir schnell klar war, dass es mit Gin nicht einfach werden würde und sich sein Zustand nicht wirklich besserte, holte ich noch ein weiteres Kaninchen dazu.

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Taka wurde ebenfalls direkt kastriert. Er verstand sich sowohl mit Smoker als auch mit Gin gut. Trotzdem hielt ich Taka zunächst von Gin getrennt. Ich wollte vermeiden, dass sich Smoker und Taka möglicherweise ebenfalls anstecken oder gesundheitliche Probleme bekommen.

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Leider blieb Gins Zustand trotz aller Bemühungen schwierig. Ich war regelmäßig mit ihm beim Tierarzt und suchte zusätzlich nach anderen Möglichkeiten, ihm zu helfen. Ich beschäftigte mich intensiv mit Heilkräutern und durchsuchte Kräuterbücher und Webseiten, immer auf der Suche nach einer Möglichkeit, seine Beschwerden zu lindern.

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Es gab zwar immer wieder leichte Verbesserungen, doch diese hielten nie lange an.

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Gin hatte insgesamt nur ein kurzes Leben. Anfangs waren regelmäßige Tierarztbesuche ein fester Bestandteil unseres Alltags. Später versuchte ich, seine Beschwerden mit Heilkräutern zu lindern. Auch als die Tierarztbesuche weniger wurden, musste ich mich täglich um ihn kümmern und seinen verschmutzten Hinterbereich reinigen.

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Leider kam es schließlich zu einem Anfall. Bei dem Versuch, seinen verklebten Hinterbereich zu säubern, verstarb Gin.​

Meine Gruppe wächst

Nach Gins Tod hatte ich wieder nur zwei Kaninchen. Doch das sollte nicht lange so bleiben.

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Etwa ein Jahr nach Gins Tod wurde ich gefragt, ob ich noch ein Kaninchen aufnehmen könnte. Natürlich habe ich nicht sofort zugesagt. Ich habe gesagt, dass ich ihn nur aufnehmen würde, wenn sich wirklich niemand anderes findet, der ihn aufnehmen kann.

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So kam Loki schließlich zu mir.

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Allerdings war mir klar, dass Smoker keinen weiteren Kaninchenbock bei sich haben wollte. Deshalb holte ich Thor dazu. Damit hatte ich zunächst zwei Gruppen in meinem Zimmer, die sich allerdings nicht wirklich miteinander verstanden.

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Also begann ich umzubauen. Es dauerte eine Weile, aber schließlich war der neue Kaninchenstall fertig. Alle vier Kaninchen konnten in einen großen Stall mit Freilauf umziehen.

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Doch auch dort gab es weiterhin gewisse Spannungen in der reinen Männergruppe. Deshalb entschied ich mich, die Gruppe um zwei Weibchen zu erweitern.

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Und tatsächlich wurde es dadurch deutlich friedlicher in der Gruppe.​

Mein Interesse wächst

Bis zu diesem Zeitpunkt hatte ich mir bereits einige Kaninchenbücher besorgt und eine eigene Kräuterliste zusammengestellt, in der ich die Kräuter festhielt, die ich für meine Kaninchen als wichtig erachtete.

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Mittlerweile habe ich deshalb sogar ein eigenes Kräuterbeet. An meinem „grünen Daumen“ muss ich allerdings noch ein wenig arbeiten.​

Der erste Nachwuchs

Bei Smoker konnte ich von klein auf – wenn auch aus der Ferne – miterleben, wie er und seine Geschwister sich entwickelten. Dadurch entstand bei mir der Wunsch, selbst einmal mitzuerleben, wie es ist, kleine Kaninchen um sich zu haben.

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Allerdings wollte ich das nicht planlos angehen. Es gab bereits Interessenten für die Jungtiere und auch die entstehenden Kosten hatte ich vorher durchgerechnet.

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Dann wurde die Kaninchendame Miyu gedeckt und brachte 30 Tage später drei Jungtiere zur Welt – zwei Mädchen und einen Jungen.

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Ursprünglich war ich davon ausgegangen, dass es drei Mädchen werden würden. Die Besitzerin des Vaters hatte sich deshalb ein Mädchen aus dem Wurf ausgesucht.

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Als sich jedoch herausstellte, dass nur zwei Mädchen dabei waren, war die Situation eine andere: Eines der Mädchen war bereits ausgezogen und das zweite Mädchen sollte bei mir in der Zucht bleiben. Somit konnte ich der Besitzerin des Vaters kein Mädchen mehr überlassen.

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Wir einigten uns deshalb darauf, sie mit dem Preis für ein Jungtier auszuzahlen.

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So kam es, dass letztendlich nur eines der drei Jungtiere abgegeben wurde.

Die Entwicklung meiner Haltung

Da meine Gruppe erneut größer geworden war, musste wieder umgebaut werden. Für etwa zwei Wochen musste die Gruppe während der Bauarbeiten in einen Stall umziehen, der leider keinen Auslauf hatte.

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Doch die Wartezeit hat sich gelohnt. Der neue Auslauf wurde mindestens doppelt so groß wie der vorherige und bietet nun deutlich mehr Platz. Außerdem besteht die Möglichkeit, verschiedene Tunnel und Beschäftigungsmöglichkeiten einzubauen.

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Das gesamte Gehege ist rundum abgesichert. Bereits ab einer Höhe von etwa 40 cm stoßen die kleinen Ausbrecher auf eine zusätzliche Sperre und kommen nicht weiter.

Zwei Gruppen entstehen

Zu diesem Zeitpunkt hatte ich 10 Kaninchen. Beim Bau des neuen Stalls plante ich bereits mit ein, auch in Zukunft hin und wieder Nachwuchs zu haben.

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Deshalb richtete ich zwei Bereiche ein:

Eine Gruppe besteht aus den Muttertieren und den Kastraten. Dort kann der Nachwuchs aufwachsen und gleichzeitig das Sozialverhalten innerhalb einer Gruppe lernen.

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Die zweite Gruppe ist für die Rammler vorgesehen.

Anfangs versuchte ich tatsächlich, zwei Rammler gemeinsam zu halten. Das funktionierte zunächst sehr gut. Probleme entstanden erst dann, wenn einer der beiden ein Weibchen decken durfte. Der Geruch der Weibchen führte immer wieder zu Streit zwischen den beiden.

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Ohne den Geruch eines Weibchens hätten die beiden möglicherweise dauerhaft problemlos zusammenleben können. Allerdings ist es natürlich nicht ausgeschlossen, dass es auch irgendwann aus anderen Gründen zu Konflikten gekommen wäre.

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Für die neue Rammlergruppe ist deshalb künftig eine Kombination aus einem Rammler und einem Kastraten vorgesehen.

Meine aktuelle Zucht – Stand 2026

In den vergangenen Jahren hat sich meine Kaninchenhaltung stetig weiterentwickelt. Heute besteht meine große Gruppe aus vier Weibchen und vier Kastraten, die gemeinsam mit den Jungtieren leben.

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Die Gruppe hat einen eigenen Stall mit einem großen Auslauf. Im Stall befinden sich Schränke mit mehreren Buchten. Diese stehen den Kaninchen als Rückzugs- und Aufenthaltsmöglichkeiten zur Verfügung, sind aber nicht verschlossen. Die Kaninchen können sich frei zwischen den verschiedenen Bereichen bewegen.

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Insgesamt leben in meiner großen Gruppe mindestens acht erwachsene Kaninchen plus Nachwuchs. Zwei Zuchtdamen werden dabei immer ungefähr gleichzeitig gedeckt, sodass sie ihren Nachwuchs gemeinsam in der Gruppe aufziehen können.

Mein Bereich für Handicap-Kaninchen

Im großen Stall der Zuchtdamen habe ich einen eigenen, abgetrennten Bereich eingerichtet. Dort leben Kaninchen, die aufgrund ihres Alters, einer Erkrankung oder einer körperlichen Einschränkung nicht mehr problemlos in der großen Zuchtgruppe zurechtkommen.

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Aktuell leben dort Sango, Noah, Aurel und Kion.

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Sango und Noah gehören bereits zu meinen Senioren. Mit zunehmendem Alter kamen sie in der großen Zuchtgruppe nicht mehr so gut zurecht und leben deshalb inzwischen in diesem geschützten Bereich

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Aurel und Kion wurden aufgrund ihrer gesundheitlichen Probleme die Schneidezähne gezogen. Noah, Aurel und Kion befinden sich derzeit außerdem in medizinischer Behandlung.

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Mir ist wichtig, dass auch Kaninchen, die nicht mehr in meine große Gruppe passen oder besondere Unterstützung benötigen, weiterhin einen passenden und geschützten Platz bei mir haben.

Meine Jungs

Auch meine Rammler haben inzwischen einen eigenen Stall bekommen. Dieser befindet sich auf der anderen Seite des Grundstücks, sodass sich die Zuchtrammler und die Weibchen nicht sehen können. Dadurch herrscht in beiden Gruppen deutlich mehr Ruhe.

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Der Stall für die Jungs ist in zwei Bereiche aufgeteilt. In jedem Bereich lebt jeweils ein Zuchtrammler mit zwei Kastraten zusammen.

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Mittlerweile halte ich meine Jungs bewusst in Dreiergruppen. Ich habe für mich festgestellt, dass diese Gruppengröße bei meinen Kaninchen harmonischer wirkt und sich die Tiere dadurch besser miteinander arrangieren können.

Heute

Wenn ich auf die Anfänge meiner Kaninchenhaltung zurückblicke, hat sich seit 2011 sehr viel verändert. Aus den ersten beiden Kaninchen ist eine durchdachte Haltung mit mehreren Gruppen und unterschiedlichen Bereichen geworden.

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Mit den Jahren habe ich viel gelernt, Erfahrungen gesammelt und meine Haltung immer wieder angepasst. Dabei steht für mich bis heute im Mittelpunkt, für jedes meiner Kaninchen eine passende und möglichst harmonische Umgebung zu schaffen.

 

Meine Kaninchenhaltung ist damit noch lange nicht fertig. Ich lerne weiterhin dazu und entwickle meine Haltung und Zucht stetig weiter.

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